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Friedhof Schobüll

Kirchlein am Meer in Schobüll

Kirchlein am Meer in Schobüll                                      Foto: © Christian Raap

 

Friedhof Schobüll am Kirchlein am Meer, Heideweg in 25813 Husum

 

Ungefähr seit dem Jahr 1300 dient das Kirchlein am Meer den Menschen in Schobüll als Ort, Gottesdienst zu feiern. Eine Gemeinde entstand, die Anteil nahm an dem, was ihren Gliedern geschah. Dazu gehört seit jeher auch die Bestattung der Verstorbenen. In der Mitte der Gemeinde sollten sie ihren Platz haben, möglichst nah an dem Ort, wo die Lebenden sich um den Altar versammelten und für die Verstorbenen beteten.

 

So gehen auch die Wurzeln des Schobüller Friedhofes bis ins Mittelalter zurück. Bis heute umgibt er – eingefriedet durch einen Wall aus Stein und Gras – die Kirche. Einer Neuordnung des Friedhofes im 19. Jahrhundert verdankt er sein rechtwinkliges Wegenetz und die Einteilung in Grabreihen. Leider ist auch der Verlust der historischen Grabsteine dieser Neuordnung geschuldet. Lediglich einer der alten Steine ist gut erhalten und im Vorraum der Kirche aufgestellt, während ein zweiter ihr als Türschwelle dient.

 

War im Rahmen der Neuordnung des Friedhofes die Zusammenfassung von Grabstellen zu Familiengrabstätten noch gang und gäbe, werden solche Familiengräber heute immer seltener. Wo es noch vor 50 Jahren selbstverständlich war, dass Familienangehörige vor Ort wohnten und sich um das Grab kümmerten, hat die Situation sich grundlegend geändert: Längst nicht jeder Verstorbene hat Familienangehörige – und wenn, leben diese nicht zwingend vor Ort. So stellt sich zunehmend die Frage der Wahl eines Grabes, dessen Pflege einfach ist und delegiert werden kann. Mit der Einrichtung von Urnenrasengräbern und einer gestalteten Urnengrabanlage trägt die Kirchengemeinde Schobüll dem Rechnung.