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Grabpflege

Blühende Friedhöfe – lebendige Orte der Erinnerung

Grabpflege auf kirchlichen Friedhöfen

 

Grüne, gepflegte Friedhöfe

sind seit alters her ein fester Bestandteil unserer christlich geprägten Kultur.

Viele Menschen brauchen in der Trauer um einen geliebten Menschen einen festen Platz für das Andenken an die Verstorbenen, einen Ort, den man besuchen und an dem man sich erinnern kann.

 

Der Friedhof ist ein Ort der Erinnerung. Hier haben wir unsere Verstorbenen zur letzten Ruhe gebettet, hier setzen wir sichtbare Zeichen der Erinnerung, indem wir Grabmale aufstellen und die Gräber mit bunten Blumen schmücken.

 

Ein Grab ist für viele Menschen der zentrale Ort ihrer Trauer. Für sie bedeutet ein schön gestaltetes und gut gepflegtes Grab, dem Verstorbenen über den Tod hinaus Wertschätzung entgegen zu bringen und das Andenken lebendig zu erhalten.

 

Jeder Mensch hat seine ganz besondere Art zu trauern, und somit sollte auch die Grabstätte ganz individuell gestaltet und betreut werden können, um diesen verschiedenen Ansprüchen Ausdruck zu geben.

 

Dabei ist es nicht allen Menschen möglich, eine Bepflanzung selber vor zu nehmen und sich regelmäßig um die ihnen anvertrauten Gräber zu kümmern.

Um dies dennoch zu ermöglichen, beraten wir Sie gern in allen Fragen der Grabgestaltung und Grabpflege durch unser Fachpersonal.

 

Grabgestaltung

In vergangenen Jahrhunderten richtete sich die Grabgestaltung an der gesellschaftlichen Stellung des Verstorbenen oder auch der Angehörigen aus. Mit aufwendig gestalteten Grabmalen und kostspieligen Bepflanzungen sollte

dem Verstorbenen ein imposantes Denkmal gesetzt werden. Der Unterschied

zwischen arm und reich war gerade hier besonders deutlich zu erkennen.

 

Durch strenge Gestaltungsvorschriften versuchte man, dem Einhalt zu gebieten. Daraus resultierten dann mit der Zeit einheitliche und eintönige Grabfelder,

wie wir sie noch vielfach auf den Friedhöfen finden.

 

Heutzutage sind diese Beschränkungen bereits weitgehend aufgehoben. Die

Grabfeldeinteilung richtet sich im Groben nach der Bestattungsart (Erd- oder

Feuerbestattung) und nach den Grabtypen (Rasengrab, Baumgrab oder bepflanztes Grab).

 

Für ein bepflanztes Grab gibt es die vielfältigsten Gestaltungsmöglichkeiten.

Angefangen bei den Materialien für Grabmale und Einfassungen über eine

schier unübersehbare Auswahl an Gehölzen, Stauden und Saisonblumen sind den persönlichen Ideen kaum Grenzen gesetzt.

 

Als einzig feste Grundregel in der Grabgestaltung gilt, dass nur natürliche Materialien wie Holz, Metall, Naturstein und lebende Pflanzen Verwendung finden.

 

Eventuelle Ausnahmen können bei der Friedhofsverwaltung erfragt werden.

Nach unserem christlichen Verständnis sind Friedhöfe Gärten für die Verstorbenen, die auf Erden ein Abbild des Paradieses darstellen können. Die Vergänglichkeit von Pflanzen und anderer Gestaltungselemente gemahnt uns an die eigene Endlichkeit und ist gewollt.

 

Bei der Umsetzung Ihrer persönlichen Gestaltungsideen sind die Gärtner der Friedhofsverwaltung Ihnen gern behilflich. Mit fachlicher Kompetenz stehen Sie

Ihnen von der ersten Planung bis zur Fertigstellung mit Rat und Tat zur Seite.

 

Erstanlage einer Grabstätte

Nach einer Beisetzung beraten wir Sie gern vor Ort und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen Bepflanzungs- und Pflegevorschläge. Wir berücksichtigen dabei Ihre ganz persönlichen Vorstellungen und Wünsche. Wir kennen die Standortbedingungen vor Ort und wissen, welche Pflanzen am besten gedeihen. Auf Wunsch können wir Ihnen anhand von Entwurfsskizzen Wuchstypen erläutern und Entscheidungshilfen geben.

 

Eine Bereicherung für die Grabgestaltung ist die Verwendung von Symbolpflanzen. Dieses fast verloren gegangene Wissen um die Symbolsprache der Pflanzen kann, übertragen auf die Grabstelle eines geliebten Menschen, zusätzlich Trost spenden.

 

Instandsetzung einer Grabstätte

Manchmal sind auf älteren Gräbern teilweise oder auch komplette Instandsetzungen erforderlich. Nach 7-10 Jahren sind die meisten Gehölze zu groß geworden.

 

Wir beraten Sie gern, welche Pflanzen durch Rückschnitt wieder in Form gebracht werden können und welche ausgetauscht werden müssen. Meist sind bei dieser Gelegenheit auch das Richten der Einfassungen und eine Bodenverbesserung angebracht.

 

Vielleicht möchten Sie durch eine andere Pflanzenauswahl ein neues Erscheinungsbild der Grabstätte erzielen. Was es auch sein sollte: für alle Fragen rund um das Grab sind wir Friedhofsgärtner vor Ort für Sie da.

 

Die Pflege der Grabstätte

Wenn Sie sich nicht selbst um die Pflege oder die Bepflanzung der Grabstätte kümmern können oder möchten, so übernimmt die Gärtnerei Ihres kirchlichen Friedhofes dies gerne für Sie. Die Pflegetätigkeiten umfassen in der Regel das

Entfernen von Unkraut und Laub von der Grabstätte sowie den gelegentlichen

Schnitt von Gehölzen und das Gießen nach Bedarf.

 

Den genauen Leistungsumfang können Sie bei der Friedhofsverwaltung erfragen.

 

Wechselbepflanzung

Durch ihre Blütenpracht setzt die jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung

während der gesamten Vegetationsperiode einen leuchtenden Akzent auf der Grabstätte.

 

Die bunten Blumen sind dabei ebenso Symbole des Lebens wie des Trostes.

Verwendung finden zumeist einjährige Pflanzen, wobei „Stiefmütterchen“

und „Eisbegonie“ sicherlich die bekanntesten Vertreter sind. Doch auch darüber hinaus bietet sich eine Vielzahl von weiteren Blumen für die Grabbepflanzung

an. Bei der Auswahl der für Ihre Grabstätte geeigneten Saisonpflanzen stehen wir Ihnen mit unserem Fachwissen gern beratend zur Seite.

 

Frühjahr

Nach dem Ende der kalten Jahreszeit kündigt eine farbenfrohe Bepflanzung der Grabstätten das Frühjahr an. Um die Osterzeit herum erfreuen uns Stiefmütterchen aber auch Hornveilchen und Primeln mit Ihren leuchtenden Farben und der ersten Blütenpracht des neuen Jahres.

 

Sommer

Sobald Mitte Mai mit den so genannten „Eisheiligen“ die letzten Nächte mit Bodenfrostgefahr vergangen sind, kann mit der Sommerbepflanzung der Grabstätten begonnen werden. Neben den allseits beliebten Eisbegonien steht eine bunte Palette weiterer attraktiver Pflanzen zur Verfügung. So bieten sich neben Geranien und Fuchsien auch Knollenbegonien, Margariten oder Fleißige Lieschen zur Pflanzung auf Grabstätten an.

 

Bunte Akzente können auch mit Tagetes und Lobelien gesetzt werden.

Die Sommerblumen erfreuen mit einem üppigen Blütenflor, der teilweise weit in das Jahr hinein andauert.

 

Herbst

Wer der Grabstätte im Herbst nochmals ein neues Aussehen verleihen möchte, kann eine Bepflanzung mit Heidekraut vorsehen.

 

Die intensiv roten bis rosafarbigen Blütenstände kommen beispielsweise im Kontrast mit dem hellen Laub des Silberblattes besonders gut zur Geltung. Darüber hinaus bieten etliche buntlaubige Stauden und Gräser viele Kombinationsmöglichkeit, um im Herbst noch einmal Farbe auf die Grabbeete zu zaubern.

 

Winter

Um den Blumenbeeten auch im Winter eine ansprechende Optik zu verleihen, bietet sich die Abdeckung mit Tanne oder die Anfertigung eines Gesteckes an. Je nach

Größe der Beetfläche lassen sich diese beiden Möglichkeiten auch gut miteinander kombinieren.

Durch die Verwendung von Moosen und Zweigen verschiedenfarbiger Nadelgehölze besteht eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Die Gärtner des Friedhofs stehen Ihnen bei der Auswahl gerne kompetent zur Seite.

 

Dauergrabpflege

Alle oben genannten Leistungen können Sie einzeln oder als nach Ihren Wünschen individuell zusammengestelltes Paket beauftragen. Die Beauftragung eines solchen Leistungspaketes erfolgt entweder für ein Jahr oder als Dauergrabpflege für einen längeren Zeitraum.

 

Bei der Dauergrabpflege bezahlen Sie die Leistungen für den festgelegten Zeitraum im Voraus in einer Summe, ohne sich um die jährlichen Kostensteigerungen sorgen zu müssen.

 

Sie können Dauergrabpflege auch als Vorsorgevertrag mit uns abschließen, wenn Sie aus persönlichen Gründen nicht in der Lage sind, das Grab selber zu pflegen, oder zu Lebzeiten bereits alles regeln wollen.

 

Wir stehen für diese Dienstleistungen gern zur Verfügung. Die Vereinbarungen über den Umfang der Leistungen und die Dauer des Vertrages können individuell gestaltet werden. Die Kosten für die gesamte Laufzeit werden ermittelt und von dem vereinbarten Betrag wird eine Stiftung errichtet.

 

Damit ist das Geld vor dem Zugriff Dritter geschützt angelegt und wird treuhänderisch verwaltet. Jährlich werden dann die Grabpflegearbeiten von der eingezahlten Summe abgerechnet, von den erwirtschafteten Zinsen werden die allgemeinen Kostensteigerungen im Laufe der Zeit ausgeglichen.

 

Dadurch ist die Grabpflege dauerhaft gewährleistet, die Grabstätte präsentiert sich in gepflegtem Zustand, mit jahreszeitlich gepflanzten Blumen, Blumensträußen zu bestimmten Gedenktagen, wie mit Ihnen vereinbart.

Eine Sorge weniger – lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich beraten.

 

Quelle:

Mit freundlicher Genehmigung der Arbeitsgemeinschaft der Kirchenkreisbeauftragten für das Friedhofswesen in der Nordkirche.

 

Symbolpflanzen

 

  • Anemonen: Sinnbild für Abschied, Schmerz und Tod, wegen des raschen Verblühens der zarten Blüten Symbol für Vergänglichkeit
  • Buchsbaum: Zeichen der Unsterblichkeit und der Auferstehung, Sinnbild für Leben und Tod gleichermaßen, wegen seiner unverwüstlichen Wuchskraft Symbol für Ausdauer und Standhaftigkeit
  • Efeu: Sinnbild des Todes, aber auch der Auferstehung und des ewigen Lebens, wegen seines umrankenden Wuchses Symbol für Freundschaft, Treue und Anhänglichkeit
  • Erdbeere: Sinnbild der Bescheidenheit und Demut, das Blatt  symbolisiert die Dreifaltigkeit
  • Gräser: symbolisieren die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens
  • Lilie: Zeichen der Unschuld und Hoffnung, als Marienblume Symbol für Reinheit und Licht
  • Narzisse: Sinnbild für die Verwandtschaft des Todes mit dem Schlaf, Symbol für den Sieg über den Tod und für die Auferstehung
  • Rosen: Marienblume, Sinnbild für die Liebe, Symbol für Vergänglichkeit und Tod, aber auch für Anmut und Wiedergeburt
  • Schneeglöckchen: Mariensymbol, Sinnbild für Frühlingshoffnung, Zeichen für Wiedergeburt und ständig sich erneuerndes Leben
  • Stiefmütterchen: Sinnbild für Bescheidenheit, wegen seiner dreifarbigen Blüte Symbol für die Trinität